Demenz

Unter dem Oberbegriff Demenz werden Erkrankungen zusammengefasst, deren fortschreitender Abbau intellektueller und mnestischer (Gedächtnisleistungen) Leistungen im Vordergrund stehen.

Die Ursachen der Erkrankungen sind vielseitig. Vielen bekannt ist die senile Demenz vom Alzheimertyp. Des Weiteren gibt es jedoch die vaskuläre Demenz und dann die Mischformen.

Der Verlauf ist meistens schleichend, so das der genaue Zeitpunkt des Krankheitsbeginns schwer zu bestimmen ist.

Als Störungen bei Demenzerkrankungen treten auf:

  • Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen (besonders aktuelle und erst vor kurzem abgespeicherte Dinge)
  • Sprach- und Kommunikationsstörungen (z.B. Wortfindungsstörungen)
  • Psychosoziale Störungen (Abnahme der Eigeninitiative und Rückzugstendenzen, aber auch Schwierigkeiten beim Einhalten von Regeln oder mangelnde Unterdrückung der Gefühle)
  • Orientierungsstörungen (zeitlich, räumlich und später auch zur eigenen Person)
  • Denkstörungen (Probleme beim Probleme lösen und des abstrakten Denkens)
  • Affektstörungen (zunächst eine Abflachung der Emotionen, später können Wut und Trauer evtl. nicht unterdrückt werden)
  • Motorische Funktionsstörungen (in der Regel sehr spät im Krankheitsverlauf z.B. Gangunsicherheiten, Schwierigkeiten in der Feinmotorik und später die gesamte Motorik)

In der Ergotherapie werden zuerst folgende Behandlungsschwerpunkte als Therapieinhalte gewählt:

  • Hirnleistungstraining mit Hilfe der Sinneswahrnehmung, Förderung der kognitiven Leistungen und der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Übungen zur Orientierung
  • Förderung der Sprache und der Kommunikationsmöglichkeiten
  • Einbezug der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Förderung der Motorik und Sensorik
  • Biographiearbeit

Als Besonderheit der Demenzarbeit in der Ergotherapie ist die intensive Angehörigenarbeit hervorzuheben. Durch Schulung und Beratung der Angehörigen kann Verständnis für die Störung aufgebaut werden und das Wissen über die Umgangsmöglichkeiten mit den Erkrankten kann die Überbelastung reduzieren. Zudem können gemeinsam Kompensationsmöglichkeiten erarbeitet werden und die Therapieschwerpunkte in den Alltag integriert werden. Dies ermöglicht eine Pflegebedürftigkeit des Patienten hinauszuzögern und die Pflegeintensität zu mindern.

So soll das lange Leben bis zum Schluss LEBENSWERT bleiben.