Handtherapie

Ein Fachbereich in dem man sich in der Ergotherapie über eine Prüfung zertifizieren lassen kann ist die Handtherapie.

Ergotherapie in der Handrehabilitation befasst sich mit der umfassenden Behandlung zur Wiederherstellung von Personen mit Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildungen der oberen Extremität. Die individuelle Behandlung ist ausgerichtet auf die Erhaltung und Wiederherstellung von Funktionen im motorischen und sensorischen Bereich, bzw. auf die Kompensation bei nichtwiederzuerlangenden Funktionen.

Dabei wird der gesamte Körper mit in die Therapie mit einbezogen. Denn in der heutigen Arbeitssituation sind Personen mit Überlastungsproblemen oder ergonomischen Schwierigkeiten keine Seltenheit mehr. Langes Arbeiten am Computer, zu wenig Bewegung, zuviel Streß, übermäßiges Sitzen, ...alles hat Auswirkungen auf unsere Hände.

Was wären wir ohne unsere Hände? Sie sind Werkzeuge und Kontaktorgan in einem.

Typische Krankheitsbilder in der Handtherapie sind Frakturen, rheumatische Erkrankungen, Morbus Dupuytren, Nervenkompressionssyndrome (z. B. Karpaltunnel) oder CRPS (Komplexes regionales Schmerzsyndrom).

Bei der Behandlung von Patienten nach handchirurgischen Maßnahmen kommt der Narbenbehandlung eine große Bedeutung zu. Ziel einer Narbenbehandlung ist es das Narbengewebe geschmeidiger zu machen, diese zu desensibilisieren und verschiebbar gegenüber den anderen Gewebsschichten zu machen. Wenn die Kollagenanzahl im Narbengewebe zunimmt, erhöht sich die Zugfestigkeit der Narbe. Dann ist es wichtig aktiv zu mobilisieren, um die Beweglichkeit zu erhalten/wiederzuerlangen. Dies setzt genaue Kenntnisse über den Heilungsverlauf und die somit erreichte Stabilität und Belastbarkeit des Gewebes voraus.