Elternberatung

Ein wichtiger Bestandteil der Ergotherapie ist die Elternberatung. Die Ergotherapie findet im Regelfall einmal pro Woche für 45-60 Minuten statt. Die restliche Zeit ist das Kind im Kindergarten, in der Schule oder zu Hause. Die Förderung des Kindes kann in den Alltag integriert werden (z. B. Tisch decken und dabei Besteck abzählen bei Schwierigkeiten in der Mengenerfassung). Das heißt, wenn das Umfeld gut angeleitet ist das Kind zu fördern, können sich schneller Fortschritte erzielen lassen.

In der Ergo-Oase legen wir deshalb auf diesen Bereich großen Wert und sind vielseitig fortgebildet, z.B. Triple P (positiven Erziehung) oder IntraAct nach Jansen (Verhaltenstherapie).

Oft wundern sich die Eltern, warum das Kind ein bestimmtes Verhalten nicht ablegt, obwohl es auf den ersten Blick dafür bestraft wird. Fest steht aber, dass Kinder ein Verhalten nur dann beibehalten, wenn es sich für sie lohnt. Dies kann von den Eltern unbewusst geschehen, wie z.B. die positive Aufmerksamkeit um das verweigernde Kind doch noch zum Hausaufgaben machen zu bewegen. Über Gespräche und gegebenenfalls Videoaufnahmen wird dies Verhalten reflektiert und ein anderes Verhalten beübt.

In diesem Bereich spielt das Loben eine wichtige Rolle. Oft bekommen die Kinder (negative) Aufmerksamkeit, wenn sie nicht gehorchen oder Blödsinn machen. Wenn es aber gut läuft, wird es als Selbstverständlichkeit &uum;bersehen. Das Kind lernt dann: "Wenn ich Quatsch mache, kümmert sich Mama nicht mehr um den Haushalt, sondern um mich."

In speziell entwickelten Therapieprogrammen, wird den Kindern nahe gebracht, wie sie ihre inneren Erregungs- und Spannungszustände erkennen und positiv beeinflussen können.

Auch konsequentes Verhalten sollte von den Eltern beachtet werden. Wenn auf ein Fehlverhalten mal gar nicht und dann mit Heftigkeit reagiert wird, wird das Kind dies häufiger testen, als wenn auf ein Reiz immer die gleiche Antwort folgt.